Die Bürger brauchen Raum zum Feiern und für Treffen

Amelie Hennig (WAZ)

15.10.2018 - 09:14 Uhr

Foto: Biene Hagel

Beim Reibekuchenfest in der Begegnungsstätte aktiv: Birgit und Michael Gräbe, Thomas und Annegret Wegemann, Antje Schuhmann und Dagmar Vogelbruch.

Der Förderverein der Bürgerbegegnungsstätte in Niedersprockhövel feiert seinen 15. Geburtstag, Er hat das Gebäude entkernt und neu aufgebaut.

Vor der Bürgerbegegnungsstätte in Niedersprockhövel duftet es nach Reibekuchen. Der Förderverein feiert zu seinem 15. Geburtstag ein Fest in den Räumlichkeiten. Doch das wäre beinahe gar nicht möglich gewesen. Eigentlich sollte die Begegnungsstätte abgerissen werden. Das konnte der Förderverein gerade noch verhindern.

Die Stadt könne die Kosten für die Begegnungsstätte nicht mehr tragen und das Gebäude müsse abgerissen werden, hieß es im Jahr 2003. Die Kosten für einen Wiederaufbau seien zu hoch. Deshalb gründete sich im selben Jahr der Förderverein. „Der Abrissbetrag wurde uns von der Stadt zur Verfügung gestellt“, erinnert sich Vorsitzender Michael Gräbe. „Daraufhin haben wir eine Menge Helfer zusammengetrommelt. Die Truppe bestand vor allem aus Rentnern. “ Gräbe lächelt. „Gemeinsam konnten wir das Gebäude entkernen und neu aufbauen.“ Seitdem ist allein der Förderverein für die Bewirtschaftung verantwortlich.

Generationen zusammenbringen

Zwei Jahre später konnten die Räumlichkeiten zum ersten Mal wieder vermietet werden. Seitdem haben dort zahlreiche Feierlichkeiten, Vorträge oder Diskussionsrunden stattgefunden. „Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Besuch der Polizei, wobei die Beamten über Einbruch- und Diebstahlsicherung aufgeklärt haben“, erzählt Jürgen Vogelbruch, langjähriges Vereinsmitglied. Regelmäßig veranstaltet der Förderverein, der inzwischen 250 Mitglieder hat, offene Treffs bei denen alle Bürger willkommen sind.

Die Bürgerbegegnungsstätte ist für die Sprockhöveler besonders wichtig: „Früher gab es hier in der Umgebung mindestens sieben Gaststätten“, meint Vereinsmitglied Holger Rodehüser. „Heute gibt es nichts mehr dergleichen. Dabei brauchen wir nach wie vor einen Ort, wo wir uns austauschen und zusammensitzen können.“ Dem stimmt auch Heiko Rodehüser zu. „Dazu versuchen wir, gemeinsam mit dem Kindergarten, Generationen zusammenzubringen. Diese Räumlichkeiten sind wichtig. Bürger brauchen Raum. “